Der Europäische Forschungsraum wird auf ein neues Fundament gestellt

In einer Videokonferenz haben sich die EU-Forschungsministerinnen und -minister am 27.11.2020 zur Zukunft des Europäischen Forschungsraums verständigt. Ziel ist eine wertebasierte und exzellente Forschung in Europa.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

BMBF

In 2020 wurde intensiv die Gestaltung des Europäischen Forschungsraums auf politischer Ebene beraten. Welche Rolle haben Forschung und Innovation für die Gesellschaft? Wie können Forschung und Innovation zur Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents beitragen? Und natürlich ganz aktuell: Wie kann man die Forschung zur Überwindung der Covid-19 Krise noch besser unterstützen? Dazu haben sich die EU-Forschungsministerinnen und -minister am 27.11.2020 verständigt. Resultat ist eine Einigung zu neuen Ratsschlussfolgerungen zum Europäischen Forschungsraum. Darin wird die neue Zielsetzung vereinbart für einen dynamischen und schlagfertigen Europäischen Forschungsraum: Mit günstigen Rahmenbedingungen für eine wertebasierte und exzellente Forschung in Europa und zielgerichteten Investitionen sowie einem engen Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft.

Drei Forschende arbeiten im Labor.

Exzellente Forschung über Ländergrenzen hinweg macht der Europäische Forschungsraum möglich.

BMBF

Fortschritte bei Verhandlung über „Horizont Europa“

Das Engagement der deutschen EU-Ratspräsidentschaft für den Europäischen Forschungsraum kommt somit zum erfolgreichen Abschluss. Zusammen mit der Kommissionsmitteilung vom 30. September 2020 und der Bonner Erklärung für Forschungsfreiheit wird mit den Ratsschlussfolgerungen das Fundament für den neuen Europäischen Forschungsraum gelegt.

Bei dem Treffen wurde zudem über „Horizont Europa“ verhandelt – das neue EU Rahmenprogramm für Forschung und Innovation beginnend in 2021. Hier wurden deutliche Fortschritte erzielt. Der Rat der EU setzt sich gemeinsam mit dem Europäischen Parlament stark dafür ein, dass „Horizont Europa“ noch im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft in 2020 verabschiedet wird.

Die Videokonferenz der Forschungsministerinnen und -minister wurde anstelle eines formellen Wettbewerbsfähigkeitsrats (Teil Forschung) abgehalten, der aufgrund der Corona-Pandemie nicht als persönliches Treffen stattfinden konnte.